Mittwoch, 18. Januar 2017

[ #Vorarlberg ] Handbuch der Vorarlberger Waldgesellschaften

Gesellschaftsbeschreibungen und waldbaulicher Leitfaden. Schließlich liefert auch die Schilderung des Waldbildes und der Standorte konkreter Waldgesellschaften Lehrern, Schulen, Wanderern und an der regionalen Landschaft und Natur interessierten Personen unschätzbares Material.

Vorarlberg ist mit einer Waldfläche von rund 97.000 Hektar etwa zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Trotz jahrhundertelanger vielfältiger Nutzung sind Vorarlbergs Wälder nach wie vor sehr natürlich aufgebaut, wie die Ergebnisse der Forstinventur und ökologische Untersuchungen belegen.
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[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Vorarlberg ] Wildbienen in Vorarlberg

Oft fällt zu "Biene" nur das Wort Honig ein, dabei kommen Wildbienen sogar in Siedlungsbereichen häufig vor.

Wildbienen. Wildbienen sind nicht etwa wildlebende Urformen oder verwilderte Stämme der Honigbiene und sie leben auch ganz anders als wir das von unserer westlichen Honigbiene vorstellen. Nisthilfen für Wildbienen haben auch nichts mit Imkerei und "Bienenstöcken" zu tun. Man kennt etwa 30.000 unterschiedliche Wildbienenarten auf der Erde.
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[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Sonntag, 15. Januar 2017

[ #Großes Walsertal ] Das Große Walsertal im Spiegel der Nutzer

Der Biosphärenpark Walsertal als regionales Leitinstrument.

Das Spannungsverhältnis in der Entwicklung moderner Gesellschaften zwischen natürlichen Ressourcen, technologischem Fortschritt, wirtschaftlichem Wachstum, sozialen Bedürfnissen und Ansprüchen, zwischen globaler Vernetzung und lokalen Fragmentierungen zeigt, dass herkömmliche Entwicklungspfade zu überdenken sind. Nach der vor allem ökonomisch bestimmten Wachstums- und Entwicklungseuphorie der Nachkriegszeit machten spätestens seit den 1970er Jahren schwerwiegende Umweltkrisen den Preis des Fortschritts und die Notwendigkeit zu einer Neuorientierung deutlich sichtbar.

Die vorliegende Publikation basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes „Zukünftige Entwicklungsstrategien für den Biosphärenpark Großes Walsertal. Eine regionalwirtschaftliche und perzeptionsgeographische Analyse“. Das Forschungsvorhaben setzte sich zum Ziel, einen anwendungsorientierten Beitrag zur sozial- und regionalwissenschaftlichen Begleitforschung in Schutzgebieten zu leisten. Dies ist in Biosphärenreservaten (in Österreich Biosphärenpark genannt) insofern relevant, als sich diese in ihrem Selbstverständnis als „Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung“ sehen.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]
Ein schneller Blick auf den Inhalt vor dem Download:

Vorwort
Martin Coy, Norbert Weixlbaumer
Der Biosphärenpark als regionales Leitbild nachhaltiger Entwicklung –
Problemstellung und Projekthintergrund 3
Martin Coy, Norbert Weixlbaumer
Der Biosphärenpark Großes Walsertal: Die Ausgangslage –
Entstehung und Umsetzung 17
Birgit Reutz-Hornsteiner
Das Fremdbild des Biosphärenparks Großes Walsertal 31
Elisabeth Stix, Martin Heintel
Das Selbstbild im Biosphärenpark Großes Walsertal 43
Peter Alexander Rumpolt
Tourismus im Biosphärenpark Großes Walsertal –
Ergebnisse der Betriebs- und Besucherbefragung 63
Matthias Knaus
Gewerbebetriebe im Biosphärenpark Großes Walsertal –
Ergebnisse der Betriebsbefragung 77
Christina Thanner
Die Alpwirtschaft im Biosphärenpark Großes Walsertal –
Ergebnisse der Alpbewirtschafterbefragung 85
Helen Waibel
Die Untersuchungsergebnisse und ihre Bedeutung für die künftige Entwicklung
des Biosphärenparks Großes Walsertal – Zusammenfassung und Interpretation 95
Martin Coy, Norbert Weixlbaumer
Der Biosphärenpark Großes Walsertal: Aktuelle Problemstellungen und
Perspektiven aus der Sicht der Praxis 109
Ruth Moser
Literatur- und Abbildungsverzeichnis 123

[ #Feldkirch ] Johannes Dölsch aus Feldkirch oder "Doctor Feldkirch"

Johannes Dölsch im ersten
Vatikanischen Index der
verbotenen Bücher von 1559
[Free eBook] Der Feldkircher Johannes Dölsch stand gemeinsam mit Martin Luther 1520 auf der Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine", die Luther bekanntlich öffentlich verbrannt hatte.

Was kaum bekannt: Er stand mit drei weiteren Feldkirchern bereits auf dem ersten Index der verbotenen Autoren. Eine Dissertation aus dem Jahre 1898 über Johannes Dölsch ist im Web zu lesen (oder auch zu kopieren).


Reformationszentrum Feldkirch. Aus Feldkirch und der Umgebung kamen innerhalb weniger Jahre etwa fünfzig Studenten nach Wittenberg, wo Martin Luther am 31. Oktober 1517 am Hauptportal der Schlosskirche seine 95 Thesen angeschlagen hatte. Einer von ihnen war Johannes Dölsch aus Feldkirch, unter den Neugläubigen als "Doctor Feldkirch" (Veltkirch) bekannt.

Aus Feldkirch stammend, wurde auch einfach Doctor Feldkirch genannt und tritt zweimal in den ersten Jahren der lutherischen Reformation hervor. Als Eck im Jahre 1520 mit seiner Bannbulle aus Rom kam und außer Luther auch noch eine Reihe von Anhängern Luthers mit dem Bann gestraft wurden, gehörte auch Dölsch zu ihnen. Er war damals Professor der Theologie und Stiftsherr in Wittenberg, hatte Luther in einer Schutzschrift verteidigt, und Eck muss ihn wohl für bedeutend genug gehalten haben, um gegen ihn vorzugehen. Von den Wittenberger Professoren war nur noch Carlstadt diese "Ehre" zuteil. Selbst als vom Papst gebannter (!) Professor genoss er Ansehen, was die Tatsache beweist, dass er 1520 als Domprediger nach Bamberg berufen werden sollte.

Später spielte er eine Rolle in den Wittenberger Unruhen, die die Abschaffung der Messe begleiteten. Er widersetzte sich Luthers Vorgehen und hatte sich den Zorn seines großen Freundes zugezogen. Die erste Spur von Johannes Dölsch findet sich 1502 in der Heidelberger Matrikel. Hier ist er mit zwei andern Feldkirchern immatrikuliert als: Johannes Piliatoris de Feltkirchen nona Decembris Wolfgannus Thischer Curiensis dioc.Vtalricus Scriptoris. Die drei Studenten, zu denen sich ein Vierteljahr später noch zwei Landsleute gesellten, waren in Heidelberg seit längerer Zeit die ersten Studenten aus Feldkirch. In Heidelberg blieb Dölsch vom Dezember 1502 bis zum Ende des Wintersemesters 1503/4.

Im Sommer 1504 zog er mit Bartholomäus Bernhardi und Christoph Metzler (dem späteren und ersten nichtadeligen Bischof von Konstanz) nach Wittenberg. Hier sind alle drei im Sommer (23. Mai) immatrikuliert. Im Herbst wurde er Baccalaureus, in angaria sanctae crucis (= 18. Sept 1504). Anderthalb Jahr später, am 10. Februar 1506, wurde er Magister artium als zweiter unter elf. Im nächsten Jahre finden wir ihn wieder in Feldkirch, als neugeweihten Priester. Der katholischen Sitte gemäß hat er in der Pfarrkirche seiner Heimatstadt seine Primiz. 1507 war er Priester in Chur. Dölsch kam danach nach Wittenberg zurück, um sich hier der akademischen Laufbahn zu widmen.

1509 war er Professor an der Universität Wittenberg und Stiftsherr der Allerheiligenkirche in Wittenberg. 1521 erlangte er den Doktor der Theologie und wurde wiederholt Dekan der philosohischen und theologischen Fakultät, ja sogr Rektor der Universität in Wittenberg. Sein früher Tod bereitete jedoch einem weiterem Wirken ein Ende. Vermutlich wurde er von der in Wittenberg häufig grassierenden Pest infiziert und verstarb 21. Juli 1524.

Dissertation als eSource. Der Text der Dissertation die 1898 bei Julius Abel im Druck erschienen ist, wurde auf der Website www.martinluther.dk offenbar mit einer Lesesoftware eingescannt und nicht weiter bearbeitet. Deshalb ist die optische Qualität nicht besonders. Aber für den Vorarlbergensiensammler, den Interessierten an der Vorarlberger und Feldkircher (Reformations-) Geschichte oder auch den gläubigen Protestanten wird dieses Fundstück auch so ein "must" sein.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Hohenems ] SALOMON SULZER im Biographischen Lexikon des Kaiserthums Österreich


Das von Constantin von Wurzbach in den Jahren 1856 bis 1891 zusammengestellte Biographische Lexikon des Kaiserthums Oesterreich enthält in sechzig Bänden biographische Informationen zu 24.254 Personen, die mit der Geschichte der Habsburgermonarchie in Zusammenhang stehen und ist digitalisiert im Web.

Constantin Wurzbach. Lexikograf und Schriftsteller. Seit 1854: Constantin Wurzbach Edler von Tannenberg; seit 1874: Constantin Wurzbach Ritter von Tannenberg; (geb. Laibach, Krain, heute Ljubljana, Slowenien, am 11. April 1818; gest. Berchtesgaden, Bayern, am 17. August 1893)

Der Sohn eines Advokaten, publizierte bereits als Gymnasiast in Laibach in verschiedenen Zeitschriften. Er studierte 1835 bis 1837 Rechtswissenschaft an der Universität Graz (Steiermark), wo er auch gute Kontakte zu den dortigen Schriftstellern unterhielt. 1837 bis 1843 war er beim Militär – zuletzt im Rang eines Unterleutnants der Infanterie – in Krakau (seit 1838 Galizien; Kraków, Polen) und seit 1841 in Lemberg (Galizien; L’viv / Львів, Ukraine). Daneben studierte er seit 1841 Philosophie an der Universität Lemberg, wo er 1843 zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) promoviert wurde. 1843 trat er vom Armee- in den Zivildienst über und wurde Skriptor (wissenschaftlicher Beamter) an der Universitätsbibliothek in Lemberg. 1847 bis 1848 war er Redakteur der »Gazeta Lwówska« (Lwów [L’viv / Львів]; Lemberger Zeitung) und Vertrauter des Gouverneurs von Galizien Franz Grafen Stadion (1806–1853).

1848 übersiedelte Wurzbach nach Wien, wo er Bibliothekar an der kaiserlichen Hofbibliothek wurde, blieb aber weiterhin de facto für Franz Grafen Stadion tätig, der mittlerweile Innenminister in Wien war. 1849 wurde Wurzbach Bibliothekar (eigentlich Vorstand) der Administrativen Bibliothek des Ministeriums des Innern in Wien, zuletzt im Rang eines k(aiserlich) k(öniglichen) Hof- und Regierungsrats. 1874 wurde er zwecks Vollendung seines sechzigbändigen »Biographischen Lexikons des Kaiserthums Österreich« (1856–1891; enthält 24.254 Biographien) dienstfrei gestellt (1891 pensioniert) und lebte seither in Berchtesgaden (Bayern).

Constantin von Wurzbach, der auch als Lyriker und Prosaist hervortrat, gilt heute als der bedeutendste lexikografische Biograf des Kaisertums Österreich. Am 18. August 1893 starb er in seinem Wohnhaus in Berchtesgaden. Dem Grabstein  wurde jedoch nicht jene Inschrift verpasst, die  Wurzbach in seinem Testament vom 23. März 1887 ausgesprochen hat: Es möge auf seinem Grabstein eine ein Buch zernagende Maus eingemeißelt werden mit der Inschrift:

        Ein Mäuschen ohne alle Stärke
        bezwingt das größte aller Werke.

Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. Das Werk enthält 24.254 Biographien, davon 21.406 von in den verschiedenen Kronländern des Kaiserstaates Geborenen, 1.129 von in Österreich "denkwürdig"gewordenen Ausländern und 1.719 von im Ausland denkwürdig gewordenen Österreichern. Dazu kommen 347 Stammtafeln.

Welchen Wert hat ein solches Lexikon heute noch über den wenig verdienstvollen, dass es selber Teil der Geschichte geworden ist? Suchen wir einen Vorarlberger im Lexikon und vergleichen die Angaben mit unserem heutigen Wissen. Auch wenn das Werk 24.254 Biographien enthält, dann muss es schon ein ganz "großer" Vorarlberger sein, wenn er sich unter den unbestreitbaren Größen in den verschiedenen Kronländern des Kaiserstaates behaupten muss. Im Band 40 haben wir einen solchen gefunden: Salomon Sulzer

Wurzbachs Verdienste um das Bibliothekswesen: Er entwarf die Instruktion für den Bibliotheksdienst, er ordnete und katalogisierte die durch die Pflichtexemplare rasch anwachsenden Bestände  der kaiserlichen Hofbibliothek , er baute die an Umfang und Vollständigkeit als einzigartig bezeichnete Sammlung von Flugschriften und Plakaten aus 1848/49 aus. Seinem ausgeprägten Hang zum Sammeln und Ordnen kamen auch seine aus der Bibliotheksarbeit erwachsenen bibliographischen Publikationsreihen entgegen: Die für 1853-1855 erschienene "Bibliographisch-statistische Übersicht der Literatur des östreichischen Kaiserstaates" etwa begründete die Literaturstatistik in Österreich; ihre bahnbrechende Bedeutung für Europa wurde auf internationalen statistischen Kongressen anerkannt.


Das Lexikon auch heute noch zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel historischer und kulturhistorischer Forschung, als eine Art Steinbruch der Biographik, sei es in den Werks- und Quellenverzeichnissen, sei es in den Mitteilungen von biographischen Fakten und Tatsachen. Auch wenn seine Schwächen nicht übersehen werden sollten (Wurzbach ist auf wenigen Gebieten Fachmann, sicher nicht auf den Gebieten Naturwissenschaft, Technik, Industrie und das Problem seines politischen Standpunkts:  Wurzbach hat alle Habsburger jedoch nur einen einzigen Sozialisten aufgenommen hat, nämlich Milan Subaríc mit der Berufsbezeichnung "sozialistischer Wanderprediger") darf doch bemerkt werden, dass die Leistung dieses Lexikons nach heutigen Vorstellungen für einen Einzelnen eine geradezu unvorstellbare Leistung ist.
       
Wie er das zustande gebracht hat, sagt er selbst: "Ordnung war das Hauptgeheimnis meiner Arbeit. Was ich las, notierte ich und brachte es in alphabetische Ordnung ... Dabei war ich nie müßig, ich schlief wenig. Morgens um 7 Uhr war ich bei der Arbeit und arbeitete in der Regel bis 2 Uhr; dann nahm ich ein Mittagmahl und trank nie Wein, machte nie ein Mittagsschläfchen; mir tat es um die Zeit leid, lebte überhaupt sehr mäßig. Abends um 9 Uhr bis halb 12 Uhr bereitete ich mich für die Arbeit des nächsten Morgens vor, so daß ich ganz vorbereitet zum Arbeitspult kam und mich bald mit den Quellen, die oft freilich einen, auch zwei und drei große Tische bedeckten, zurechtfand."

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Donnerstag, 12. Januar 2017

[ #Hittisau ] Josef Ritter von Bergmann - Das Ambraser Liederbuch (1582)

Das nach seinem Auffindungsort benannte "Ambraser Liederbuch" (1582) enthält die Texte von 262 weltlichen Liedern, meist Liebesliedern, aber auch historischen Liedern und nicht zuletzt von "Innsbruck ich muß dich lassen" (Nr. 188), teils auf ihre "eigne Weis", teils "im Thon" von damals allgemein bekannten Liedern. 

Das Liederbuch entstand im Umkreis des Erzherzogs Ferdinand von Tirol (1529-1595), möglicherweise auch als seine Auftragsarbeit, der es in seiner Bibliothek auch beherbergte.

Das Liederbuch beruht auf einer Urfassung, die 1578 in Frankfurt erschienen war (Frankfurter Liederbuch) und 1584 sowie 1599 nachgedruckt worden war.Viele der Lieder sind als historische Balladen zu charakterisieren, doch viele auch als typische spätmittelalterliche Liebeslieder.


Der aus Hittisau stammende Josef Ritter von Bergmann (er gilt als Begründer einer quellenkritischen und methodisch einwandfreien Vorarlberger Landesgeschichtsschreibung) hatte das Werk 1845 mithilfe des Literarischen Vereines in Stuttgart neu herausgegeben. Von dort weg nahm es seinen Eingang in das Volksliedrepertoire.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Mittwoch, 11. Januar 2017

[ #Schoppernau ] Franz Michael Felder - Gespräche des Lehrers Magerhuber

Im Dezember 1866 schließt Felder die "Gespräche des Lehrers Magerhuber mit seinem Vetter Michel, aufgezeichnet von Franz Michael Felder" ab. 

Der Text ist als Parteischrift geplant, erscheint aber aus politischen Gründen nicht. Insbesondere die Kapuziner stellten sich in den Dienst der "frommen Sache", warnten öffentlich vor Felders Schriften und übten solange Druck auf die Frau Josef Feuersteins aus, bis dieser den Druck von Felders neuestem Werk "Gespräche des Lehrers Magerhuber mit seinem Vetter Michel" einstellte.

"Der Konflikt eskalierte soweit, dass Felder sogar tätlich angegriffen wurde. Pfarrer Rüscher war nicht zum Einlenken bereit und verbreitete weitere Lügen über den Dichter und Sozialreformer. Am 7. Mai 1867 musste Felder schließlich mit seiner Frau aus Schoppernau über das Faschinajoch nach Bludenz zu seinem Schwager Kaspar Moosbrugger fliehen. Daraufhin bekannte sich Moosbrugger öffentlich zu seiner Schrift und bat "alle Eiferer", ihn "zu packen" und "dem bisher wild verfolgten Dichter Satisfaction zu leisten".

Noch im Mai zeigte Felder Pfarrer Rüscher wegen Ehrenbeleidigung und Bedrohung der persönlichen Sicherheit an und kehrte dann – nachdem die Behörden seine persönliche Sicherheit garantiert hatten – nach Schoppernau zurück. Von Au bis nach Schoppernau wurde er von der Auer Blasmusik begleitet."

(Aus Harald Walser: "Lieber mit Hindernissen Jahre kämpfen und dann..." Reformansätze im Bregenzerwald zur Zeit Franz Michael Felders (1839-1869) Erschienen in: Die Roten am Land. Arbeitsleben und Arbeiterbewegung im westlichen Österreich. Hrsg. von Kurt Greussing. Steyr: Museum Industrielle Arbeitswelt 1989, S. 13-17.)

Das Werk steht heute allerdings als Volltext kostenlos online.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Sonntag, 8. Januar 2017

[ #Vorarlberg ] Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)

The New York Botanical Garden (New York, NY) - Mitglied der Biodiversity Heritage Library hat das Werk "Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)" - Magnus, P. (Paul), 1844-1914 in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. 

Das Werk ist online lesbar und kostenlos zum Herunterladen.
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[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Vorarlberg ] Familiennamen in Tirol und Vorarlberg 1940/41

In den Jahren 1940/41 wurden im damaligen Reichsgau Tirol und Vorarlberg alle vorkommenden Familiennamen erhoben. Durchgeführt wurde die Aktion im Auftrag des Gausippenamtes in Innsbruck. Schon der bedenklichen politischen Konnotation wegen ist diese Erhebung die erste und einzige geblieben.

In der Übersicht ist das Ergebnis nicht so überraschend: Die vermeintlich typischen Tiroler und Vorarlberger Familiennamen sind in der Minderzahl. Häufig kommen einem Familiennamen unter, wie sie auch in anderen deutschen Sprachgebieten vorzufinden sind. Mit den Menschen wandern eben auch die Namen.

Migration, vor allem in Form der Binnenwanderung innerhalb der Länder, hat es immer gegeben. In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg wurde sie zum Massenphänomen. Die nicht seltenen italienischen und tschechischen Familiennamen etwa sind auf diesen Zuzug, vorwiegend in die Städte, zurückzuführen. Dieser "Import" von Familiennamen, wie er sich hier widerspiegelt, hatte ökonomische Ursachen.

Ein anderer "Import" von Familiennamen, der sich ebenfalls niederschlägt, hatte politische Gründe. Nach dem März 1938 wurden Deutsche als Beamte, Militärs und Mitarbeiter staatlicher Organisationen und solcher der NSDAP nach Österreich versetzt.

Die meisten Südtiroler, die im Zuge der Option von 1939 in das Deutsche Reich auswanderten, ließen sich in Nordtirol und in Vorarlberg nieder oder blieben hier hängen.

Die Familiennamen von jüdischen Bürgern wird man vergeblich suchen. Sie wurden 1939, soweit sie nicht emigriert waren, von den Nationalsozialisten zwangsweise nach Wien umgesiedelt. Die im Bezirk Lienz vorkommenden Familiennamen sind hier nicht vertreten: Osttirol gehörte seit 1938 zum Land oder Reichsgau Kärnten und kehrte erst 1947 zurück.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Samstag, 7. Januar 2017

[ #Bodensee ] Wirbellose Neozoen im Bodensee [free eBook]


Eine verstärkte Einschleppung und beschleunigte Ausbreitung aquatischer Neozoen (wasserlebender, nicht heimischer Tierarten) wird durch erhöhte Mobilität, die Öffnung von Schifffahrtswegen über zoogeografische Grenzen hinaus und durch den zunehmenden interkontinentalen Warenverkehr begünstigt.
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Freitag, 6. Januar 2017

[ #Hohenems ] Der Gregorianische Kalender aus einer "Hohenemser" Villa

Villa Mondragone
Die "Hohenemser" Villa Mondragone vor den Toren Roms war Treffpunkt für Päpste, Kardinäle und andere hochrangige Geistliche. Mit der Bulle "Inter gravissimas", datiert vom 24. Februar 1582, verkündete Papst Gregor XIII. die Neuordnung des Kalenders. Sie ist somit eines der wichtigsten Dokumente für den nach diesem Papst benannten und beinahe weltweit angewandten "Gregorianischen" Kalender. Die Bulle wurde aus einer "Hohenemser" Villa abgesandt.

Gleich vorweg: Auch wenn die Bulle aus einer "Hohenemser Villa" abgesandt wurde, so war der Papst doch nicht in Hohenems und "Hohenemser Villa" müsste korrekter heißen "aus der Villa des Hohenemser" Markus Sittikus III., Bischof von Konstanz und Kurienkardinal in Rom, aus der Villa Mondragone die dieser schon 1567 erworben hatte.

Päpstliche Bulle "Inter Gravissimas". Eine Bulle ist in der katholischen Kirche die Bezeichnung für eine in feierlichster Form ausgefertigte und besiegelte Urkunde, die die wichtigsten Rechtsakte des Papstes betrifft. Die Bulle trägt ihren Namen vom (Blei-) Siegel (lat. bulla, ital. bolla), mit dem die Papsturkunden des Mittelalters und der frühen Neuzeit regelmäßig besiegelt waren.

Am 24.2.1582 verkündete Papst Gregor XIII. die Bulle "Inter Gravissimas", die bestimmte, wie der Kalender reformiert werden sollte. Eine der wichtigsten Bestimmungen war Punkt 7 über den Wegfall von 10 Tagen. Damit sollte der Fehler, der durch die Ungenauigkeit des Julianischen Kalenders entstanden war, behoben werden. Mit Stichtag 15. Oktober 1582 wurde er eingeführt. Der gregorianische Kalender gilt in dieser Form auch heute noch in der gesamten westlichen und in einem großen Teil der übrigen Welt. Die Umstellung im katholischen Österreich erfolgte Österreich erfolgte am 6., nach der neuen Zählung 17. Jan. 1584.

Julianischer Kalender. Durch das zu lange Jahr des Julianischen Kalenders verschob sich das Frühjahrsäquinoktium im Kalenderjahr langsam rückwärts. Diese Tatsache wurde bereits im frühen Mittelalter bemerkt. Bereits im 13. Jahrhundert gab es erste Vorschläge, den Kalender zu korrigieren. 1577 beauftragte Papst Gregor XIII. eine römische Kommission mit der Reform des Julianischen Kalenders, die das Konzil von Trient schon gewünscht hatte. Der Jesuit Christoph Clavius war einer der Hauptmitarbeiter der Kommission. Er lehrte seit 1565 am Jesuitenkolleg in Rom. Am 24. Februar 1582 u.Z. veröffentlichte Papst Gregor XIII. die Ergebnisse der Kommission in der Bulle "Inter gravissimas" und gleichzeitig führte er den neuen Gregorianischen Kalender ein.

Kalenderreform. Papst Gregor XIII. setzte eine Kommission zur Kalenderreform ein, die im "Schweizersaal" der Villa Mondragone bei Frascati in den Albaner Bergen tagte. Am 24. Februar endlich des Jahres 1581/2 erließ Papst Gregor XIII. die Bulle "Inter Gravissimas" in feierlicher Form. Die Bulle endete mit der Orts- und Datumsangabe: "Datum Tusculi [sic! Anm.], anno Incarnationis dominicæ MDLXXXI, sexto Kalendas Martii, pontificatus nostri anno X.". Von nun an wurden von Seite der Kurie die größten Anstrengungen gemacht, die Annahme der Reform möglichst zu beschleunigen, was denn auch vorerst nur in den rein katholischen Reichen gelang. Die Differenz zwischen dem bis dahin geltenden Julianischem Kalender und den Jahreszeiten betrug im 16. Jahrhundert zehn Tage. Diese Differenz führte zur Ausarbeitung einer Kalenderreform, die durch Papst Gregor XIII. verkündet wurde. Danach sollte der dem 4. Oktober 1582 folgende Tag der 15. Oktober 1582 werden. Der Ablauf der Wochentage blieb hiervon unberührt. Die Schaltregel wurde dahin gehend geändert, dass alle nicht durch 400 teilbaren vollen Jahrhundertjahre keine Schaltjahre sein sollten. Die Jahre 1700, 1800, 1900 und 2100 wurden nun Normaljahre, während 1600 und 2000 Schaltjahre blieben. Damit haben 400 Jahre insgesamt 146097 Tage, wodurch eine mittlere Jahreslänge von 146097/400 = 365,2425 entsteht. Der noch vorhandene Fehler gegenüber der wirklichen Jahreslänge beträgt erst in über 3000 Jahren einen Tag.

Villa Mondragone. Popularität erreichte Kardinal Markus Sittikus durch den Bau gesellschaftlicher Zentren, wie eben der Villa Mondragone. Hier unterzeichnete Gregor XIII. auch die Bulle zur gregorianischen Kalenderreform. Der erhöht auf einem Hügel gelegene Gebäudekomplex gehört zu einer Gruppe von entlang der via Tuscolana gelegenen Villen zwischen Frascati und dem Monte Porzio Catone. Die Villa überragt ein 18 Hektar großes parkartiges Gelände. 1567 erwarb Kardinal Markus Sittikus III. (Marco Sittico Altemps, Mark Sittich von Hohenems) von Ranuccio Farnese die auf dem Gelände gelegene Villa Angelina, ein von den Ausmaßen her eher bescheidenes Gebäude, die später in Villa Tusculana umbenannt, und schließlich, nach dem Bau der Villa Mondragone, nur noch alte Villa (villa Vecchia) genannt wurde. Zunächst ließ Altemps diese bereits bestehende Villa von den Architekten Jacopo Barozzi da Vignola und Martino Longhi da Viggiù erweitern.

Nach dem Abschluss dieser Arbeiten im Jahre 1571 hielt sich dort der Kardinal Ugo Buoncompagni, der spätere Papst Gregor XIII. für längere Zeit auf. Von Kardinal Buoncompagni stammte der Vorschlag, eine weitere größere Villa auf den Ruinen der villa dei Quintili aus dem Jahr 151 n.Chr. zu errichten. Die Planung übernahm Martino Longhi, der auch den Hohenemser Palast erbaute. Kardinale Altemps ("Hohenems"), ein überzeugter Anhänger des Kardinals, ließ die im Wappen der Familie Buoncompagni vorhandenen Symbole von Drachen an zahlreichen Stellen der Außenfassade des Gebäudes einarbeiten und bei der Gartengestaltung verwenden. Diesen markanten Drachenabbildungen hat die Villa Mondragone ihren Namen zu verdanken. Um 1613 erwarb Scipio Borghese, ein Neffe von Papst Paul V., die beiden Villen und den dazugehörigen Besitz von Graf Gian Angelo Altemps, dem Neffen des Kardinals Altemps für den stolzen Preis von 300.000 scudi. Ein solcher Landsitz in Frascati war neben einer römischen Stadtvilla unabdingbares Statussymbol.

Nepotismus. Markus Sittikus III., Bischof von Konstanz und Kurienkardinal in Rom. Seiner durch Nepotismus finanzierten Baulust ist auch der Bau des Hohenemser Palastes zu danken. Ebenso der Palazzo Altemps in Rom, der einer der fünf Standorte des Museo Nazionale Romano ist. Der 1533 in Hohenems geborene Markus Sittikus illustriert die ungewöhnliche Karriere eines deutschen Soldaten am römischen Hof der nachtridentinischen Ära. Sein Aufstieg unter der Führung des päpstlichen Onkels Pius IV. aus der Mailänder Familie Medici ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Nepotismus. Markus Sittikus entwickelte sich in Rom zu einem der vermögendsten und einflussreichsten Kirchenfürsten seiner Zeit: zum Kardinal berufen, erhielt er das Bistum von Konstanz. Er wurde Statthalter der Mark Ancona, Verwalter von Umbrien und zu einem herausragenden Mäzen und Bauherrn.

Kardinalskinder. Markus Sittikus' Interesse galt in erster Linie dem Aufstieg der Familie Hohenems, seinem Sohn Roberto und seinem Enkel Giovan Angelo. Der Kardinal hatte zwei Kinder: Roberto (1566-1586), verheiratet mit Cornelia Orsini di San Gemini; Altea, 1583 Nonne mit Namen Giovanna. Mit solchen Privilegien und Sonderrechten waren Gefahren verbunden: Robert Altemps, der Sohn und direkte Erbe von Markus Sittikus starb bereits mit 20 Jahren. Die offizielle Version lautete auf plötzlichen Tod durch eine unbekannte Krankheit, während die jüngste Forschung die Möglichkeit in Betracht zieht, dass Sixtus V. die Todesstrafe über Roberto verhängt hatte. Markus Sittikus behielt seinen Einfluss im Konsistorium bis zu seinem Lebensende bei. Er starb zurückgezogen im Alter von 62 Jahren und wurde in seiner letzten Titelkirche Santa Maria in Trastevere in der von ihm errichteten Cappella Altemps beigesetzt.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Hohenems ] Digital: Leichenrede für Markus Sittikus III., gedruckt 1616

Bild: Papst Pius IV. mit Kardinal Markus Sitticus Altemps (III.)
Der Vorarlberger Buchdruck beginnt mit Bartholome Schnell. 1616 pachtete er vom Grafen von Hohenems eine Druckereiwerkstatt und schuf noch im selben Jahr die "Emser Chronik" und die "Oration Bey dem Todt vnd vber die Leych: Deß Hochwürdigtsen Fürsten vnd Herren/ Herrn Marx Sittichen/ ..."

Das Retrodigitalisat ist die Begräbnisrede für Markus Sittikus III., Bischof von Konstanz und Kurienkardinal in Rom.

Bartholomäus Schnell. Er stammte aus Langenargen am Bodensee und war der erste Buchdrucker in Vorarlberg. Im Jahre 1616 pachtete er vom Grafen von Hohenems eine Druckereiwerkstatt und schuf noch im selben Jahr mit der "Emser Chronik" (Hystorischen Relation oder Eygendtliche Beschreibung der Landschafft vnderhalb St. Lucis Stayg vnd dem Schallberg beyderseits Rheins biß an den Bodensee..., 1616) ein Werk, welches bis heute als eines der schönsten je in Vorarlberg gedruckten Bücher gilt.

Das von Johann Georg Schleh aus Rottweil 1613 fertig gestellte Werk bedeutete gleichzeitig den "Beginn der Vorarlberger Landesgeschichtsschreibung". Ebenso beeindruckend wie interessant sind die darin enthaltenen kartographischen Holzschnitte und die beinahe 100 Wappendarstellungen. Nicht zuletzt deshalb stellt die Emser Chronik wohl den Höhepunkt der Buchdruckerkunst in Vorarlberg dar.

Die politischen Absichten, die hinter diesem Werk stecken, werden in der Vorarlberger Landkarte - übrigens die älteste überlieferte Karte, die das gesamte heutige Vorarlberg zeigt - deutlich: Mit schraffierten Grenzen wurde jenes Gebiet abgesteckt, das - wenn es nach dem Willen des Initiators Graf Kaspar von Hohenems gegangen wäre - als "Unterrätien" einen souveränen Territorialstaat unter der Herrschaft der Emser Grafen bilden sollte. Aus der Offizin Schnells und seiner Nachfolger in Hohenems sind bis heute 48 Titel bekannt.

Vetternwirtschaft. Das vorliegende Retrodigitalisat beinhaltet die Begräbnisrede für Markus Sittikus III., Bischof von Konstanz und Kurienkardinal in Rom. Seiner Baulust ist der Bau des Hohenemser Palastes zu danken. Er bat den bekannten italienischen Baumeister Martino Longo aus Viggini bei Mailand nach Hohenems, um sich ein Denkmal in Form eines Palastes zu setzen.

Er war es auch, der seinen Verwandten Wolf Dietrich von Raitenau besonders begünstigte. 1570 erhält Wolf Dietrich von Raitenau dank dieser Günstlingswirtschaft bereits als 11-Jähriger eine erste Domherrenstelle in Konstanz. Dort ist der Onkel Kardinal Mark(us) Sittich(kus) von Hohenems (III.) Bischof. Die Stifte Murbach und Lüders im Elsass sollten alsbald als Pfründe mit der Koadjutorswürde folgen. Mit diesem "Stipendium" ausgestattet nahm Wolf Dietrich von Raitenau 1574 juridische Studien an der Universität von Pavia auf, obwohl er selbst lieber die Offizierslaufbahn angestrebt hätte.

An weiteren Pfründen kamen dann noch die Stellung als Dompropst von Basel und 1578 ein Salzburger Kanonikat hinzu. Bereits als 28-jähriger war er der Erzbischof von Salzburg. Sein Vetter, Markus Sittikus von Hohenems, der zu seinem Nachfolger gewählt wurde, hielt ihn dann fünf Jahre "als Gefangener des Papstes" aus Furcht vor seinem immer noch großen Einfluss auf der Festung Hohensalzburg gefangen, wo Wolf Dietrich von Raitenau am 16. Jänner 1617 starb.

Digitalisierter Druck von Bartholome Schnell, Ems 1616. Oration Bey dem Todt vnd vber die Leych: Deß Hochwürdigtsen Fürsten vnd Herren/ Herrn Marx Sittichen/ Cardinalen von HohenEmbs/ geweßten Bischoffen zu Costantz/ Hertzogen zu Gales/ ... Zu dreyssig Cardinälen/ den 18. Martij Anno 1595. in der Kirchen Sanctæ Mariæ Transtyberim, zu Rohm: Durch Iacobvm Marchisettvm gehalten : Auß Lateinischer in Teutsche sprach gebracht
Verfasser: Marchisettus, Jacobus ; Marchisettus, Jacobus (Dr. theol.; aus Pesaro; Wirkungsort Rom; Italienischer Theologe) Ausgabe: Nachgetruckt in dem Gräfflichen Marckt Embs/ bey Bartholome Schnell. Anno, M. DC. XVI. Verleger: Wolfenbüttel : Herzog August

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