Samstag, 25. März 2017

[ #Bregenzerwald ] Die wichtigsten Talschaften Vorarlbergs im Sachunterricht: Der Bregenzerwald

Bregenzerwald ist die Bezeichnung für eine Region Vorarlbergs. 

Der Bregenzerwald ist die größte eigenständige Talschaft Vorarlbergs. Er umfasst das Einzugsgebiet der Bregenzerach von ihrem Ursprung im Bereich der Braunarlspitze und der Mohnenfluh bis zum Eintritt in das Rheintal. Kurz und vereinfacht gesagt: Vom Bodensees bis an den Hochtannbergpass.

Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Dornbirn ] Die Zirbe in Vorarlberg

Naturschutzinformation Land Vorarlberg ©VLK
Almrodungen und die Übernutzung für Schnitzereien haben die Zirbe auf kleine schwer zugängliche Gebiete zurückgedrängt.


Zirbe auf der Alpe Süns
© Dornbirn Lexikon
Dornbirn-Mellental. "Etwa 150 Jahre alt ist dieser 10 m hohe Baum an der Oberkante des Steilabfalls, der die Alpe Süns von der Alpe Hintermellen trennt (einige Meter nördlich der Materialseilbahn Hintermellen-Süns). Im Gemeindegebiet wachsen Zirben vereinzelt im hinteren Mellental" verweist das "Dornbirn Lexikon" im Internet auf einen einst häufigen und wertvollen Baum der Alpen.

Neben diesem spärlichen Dornbirner Vorkommen werden dort noch geringe Bestände in der Silvretta genannt. Zirbenwaldreste werden auch noch im Bereich von Warth Schröcken (Ochsenkopf) und fragmentarische Reste eines Lärchen-Zirbenwaldes sollen auch noch im Silbertal (Dürrwald) vorhanden sein.

Sie ist in den westlichen Inneralpen (Ötztal, Hohe Tauern, Seetaler Alpen, Engadin, Wallis) auf 1400 bis 2500m verbreitet. Kleinere Vorkommen gibt es auch in der Hohen Tatra und in den Karpaten.

Naturschutz Vorarlberg © VLK
Die Zirbe. Die Zirbe (pinus cembra) gehört zur großen botanischen Familie der Kiefern. Schwerpunkt des Vorkommens in den Alpen ist die subalpine Stufe der Zentralalpen.Die Zirbe - auch Zirbelkiefer oder in der Schweiz Arve genannt - erhielt ihren Namen vor etwa 500 Jahren. 

Er soll sich aus dem Mittelhochdeutschen ableiten und mit dem Wort "wirbeln" oder der mittelhochdeutschen Bedeutung für "sich im Kreis drehen" verwandt sein. Bereits in römischer Zeit wurde der Zirbe große Bedeutung als Fruchtbarkeitssymbol und auch Symbol für Unsterblichkeit zuteil. 

Sie ist angeblich seit der letzten Eiszeit im Alpenraum heimisch. Wegen dem Vorkommen im hochalpinen Raum gilt die Zirbe auch als die “Königin der Alpen”. Sie ist eine "Schlussbaumart" und wächst höher als alle anderen Baumarten hinauf und ist ein mittelgroßer bis großer Baum der eine Höhe von 20 bis 30 Meter erreichen kann.Das besondere Holz ist das leichteste aller heimischen Nadelholzarten und bezeichnend sind die zahlreichen dunklen Äste.

Naturschutz. Heute ist die Zirbe sehr selten geworden und international wenig weit verbreitet. Sie gedeiht bis hinauf in große Höhen. Zirben wachsen sehr langsam. 50 Jahre alte Zirben sind oft erst zwei Meter hoch und blühen erst im Alter von 60 bis 70 Jahren. Sie sind auch sehr sturmfest und werden bis zu 1000 Jahre alt. In einigen Bundesländern ist die Zirbe geschützt. Es dürfen nur einige Zweige mitgenommen werden.

In Vorarlberg ist die Zirbe vollkommen geschützt und darf nicht beeinträchtigt werden.

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Freitag, 24. März 2017

[ #Vorarlberg ] Reptilien und Amphibien in Vorarlberg?


Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs.

Sechs Reptilien sind in Vorarlberg heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu elf Amphibien: Grasfrosch, Teichfrosch und Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander. Eine tolle Website informiert.

Amphibien. 
Amphibien zählen weltweit zu den am meisten gefährdeten Tiergruppen. Nur wenige Arten leben ganzjährig an einem Gewässer. Der Großteil wandert zwischen Laichgewässer und Landlebens- raum. Auf ihrer Wanderung sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt. Besonders der Straßen- verkehr ist für unzählige Todesopfer verantwortlich. Mit Grasfrosch, Teichfrosch und Kleinem Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander kommen in Vorarlberg elf Amphibienarten vor. Für den Feuersalamander gibt es zahlreiche Hinweise, aber keine konkreten Nachweise.


Reptilien. Sechs Reptilienarten sind hier heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu auch Migranten: Die Vorkommen der Mauereidechse gehen auf ausgesetzte Tiere zurück. Auch die nordamerikanischen Arten Gelbwangen- und Rotwangenschildkröte (Trachemys scripta scripta, T. s. elegans) werden immer wieder beobachtet.

Es gibt auf der hier vorgestellten Website viel Interssantes, schönes Bildmaterial und auch ein Stück "niedere" Heimat. Ein Besuch lohnt sich und auch der Blick nach unten, wohin man seinen Fuß setzt.

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[ #Vorarlberg ] Name und Landwerdung Vorarlbergs

Vorarlberg Karte 1783 © Wikimedia
Es ist ein junges Land. Der Name hat sich erst vor rund 230 Jahren verfestigt. Der Name "Vorarlberg" beginnt sich erst ab 1750 einzubürgern und symbolisiert das Zusammenwachsen der Gebiete vor dem Arlberg zu einem Land.

Die Landwerdung selber hingegen war ein langatmiger Prozess und sein Ausgang auch lange ungewiss. Schon die kirchlichen Institutionen teilten das Land in Einflußzonen von Chur, Konstanz und St.Gallen, ja gar Augsburg.

Udalrichinger (Udalriche) traten ab 860 als Herren des Linz-, Argen- und Alpgaus auf. Sie herrschten ab zirka 920 von Bregenz aus und wurden nach dem Aussterben ihrer Kontrahenten, der Burkharde 973, die beide karolingische Grafengeschlechter (so nach deren häufigen Vornamen benannt) waren, das führende Herrschergeschlecht des Bodenseegebiets, namentlich im Gebiet des späteren Vorarlbergs. Als Erben der Udalrichinger erlangten die Grafen von Montfort um 1200 die Herrschaft im Gebiet von Bludenz, Bregenz und Feldkirch.

Grafen. Im hohen Mittelalter konkurierten die Grafen von Montfort mit den Hohenemser und Bregenzer Grafen. Die von von Bartholomäus Schnell 1616 in Hohenems gedruckte "Emser Chronik" bedeutete so etwas wie den "Beginn der Vorarlberger Landesgeschichtsschreibung": Etwa 100 Wappen werden in diesem Werk dargestellt – ebenso wie kartografische Holzschnitte, unter anderem die älteste überlieferte Karte "Vorarlbergs". Die politischen Absichten, die hinter diesem Werk steckten, werden in eben dieser Landkarte, die das gesamte heutige Vorarlberg zeigt, deutlich: Mit schraffierten Grenzen ist darin jenes Gebiet gekennzeichnet, das, wenn es nach dem Willen des Initiators Graf Kaspar von Hohenems gegangen wäre, als „Unterrätien“ einen souveränen Territorialstaat unter der Herrschaft der Emser Grafen bilden sollte.

Habsburger. Ab 1750 gehen Maria Theresia und Josef II. daran, die Herrschaften "vor dem Arlberg" zu einem Land Vorarlberg mit einheitlicher Verwaltung und Rechtsordnung zu formen; gegen den Willen der Stände, die beileibe nicht gleichförmige "Vorarlberger" werden wollen. 1765 kommt die Reichsgrafschaft Hohenems mit dem Reichshof Lustenau hinzu, 1804 die Reichsherrschaft Blumenegg und die Propstei St. Gerold.

Provinz gegen Stadt. Weniger im Widerstand gegen Napoleons Heere als denn gegen die Modernisierung während der bayrischen Herrschaft (1809) wächst angeblich Vorarlberg als Schicksalsgemeinschaft. Die Abgrenzung und Selbständigkeitsbestrebung gegenüber Tirol führt zudem zur Betonung einer angeblichen "alemannischen" Eigenart, die sich später vor allem gegen das "Rote Wien" noch bis ans Ende des 20. Jahrhunderts als antimodernistische Propaganda betont.

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[ #Vorarlberg ] Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Vorarlberg

Zum ersten Mal wurde der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus im Vorarlberger Landtag erst bei einer Festsitzung am 5. Mai 2010 (!) feierlich begangen. Bei der Festsitzung wurde der Film von Toni Bechter "Schreie ohne Namen" über die Euthanasie-Opfer im Bregenzerwald gezeigt.

Dass der NS-Staat nicht nur das Land Vorarlberg bis zu seinem eigenen Untergang aufgelöst hatte und dass beileibe nicht alle Vorarlberger ihm huldigten, belegt ein von der Johann-August-Malin-Gesellschaft zusammengestelltes Lexikon. Es umfasst mehr als 1.000 Namen: Namen von Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern, die gegen den Totalitätsanspruch des NS-Regimes auftraten und von denen viele dafür büßen mussten, indem sie in Haft genommen, von NS-Gerichten verurteilt, in so genannte Arbeitserziehungslager oder Konzentrationslager deportiert wurden, im schlimmsten Fall ihr Leben verloren.

Doch die weitaus größere Zahl gaben freilich jene ab, die sich duckten, die wegsahen, die auf die eine oder andere Weise mittaten. Und nicht wenige Vorarlberger taten sich dabei auch politisch hervor.

Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus. Am 11. November 1997 beschloss der österreichische Nationalrat einstimmig, den 5. Mai, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen, fortan jährlich als nationalen "Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus" zu begehen. Das Problem: Der dritte nationale Feiertag – neben dem 1. Mai und dem 26. Oktober – ist im kollektiven Bewusstsein nicht verankert, er ist völlig unbekannt. Und auch bei der Umsetzung hapert es bis heute. 2010 hielt der Vorarlberger Landtag zum ersten Mal am 5. Mai eine feierliche Sitzung ab,  Eigentlich nicht nur recht spät sondern durchaus auch in einer Respektlosigkeit gegenüber den Opfern wollte man sichtlich lange Jahre die überlebenden Nationalsozialisten nicht verletzen und ihre Stimmen gefährden.

Vortrag. Der Vortrag von Dr. Alois Niederstätter auf Einladung des Vorarlberger Landtags anlässlich einer Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am 5. Mai 2010 in Bregenz (Landhaus) steht als Ausgabe Nr. 72 der Reihe Verba volant des Vorarlberger Landesarchivs online.

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[ #Wolfurt ] Wolfurter Geschichte online


In zeitaufwändiger und mühevoller Recherchen wurden von Direktor Siegfried Heim große Teile der Wolfurter Geschichte in 30 Ausgaben der "Heimat Wolfurt" der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht, die auch online fassbar ist. 


Wolfurt ist eine Marktgemeinde in Vorarlberg mit über 8000 Einwohnern. Es liegt im im Bezirk Bregenz südöstlich des Bodensees auf 434 Metern Höhe und ist Teil des Ballungsraums Rheintal. Wolfurt teilt seine Gemeindegrenze mit sieben anderen Vorarlberger Gemeinden. Es sind dies im Uhrzeigersinn die Bezirks- und Landeshauptstadt Bregenz, die Gemeinden Kennelbach, Buch, Bildstein und Schwarzach, die Bezirkshauptstadt Dornbirn und die Marktgemeinde Lauterach. Wegen seiner überregionalen Bedeutung - insbesondere des ÖBB_Güterbahnhofes als Containerterminal - wurde Wolfurt am 1. Mai 1982 zur Marktgemeinde erhoben.

Schloss Wolfurt. Um 500 sollen die Alemannen im heutigen Gemeindegebiet zwei Höfe, den „Kellnhof“ und den „Hof zur Steig“ (später Hofsteig) errichtet haben. Der Name Wolfurt taucht erstmals um 1226 als der eines reichen Rittergeschlechtes auf, das großen Einfluss in Süddeutschland und in der Schweiz hatte. Von Ritter Konrad stammt der bekannte Wolfurter Kelch, den er dem Kloster Pfäfers stiftete. Im 15. Jahrhundert starb das Geschlecht aus.

Als der St.Galler Abt Kilian Germann in der Reformationszeit flüchten musste, verlegte er Ende Februar 1530 seine Residenz von St. Gallen auf das Schloss Wolfurt. Noch im gleichen Jahr ertrank er allerdings in der Bregenzer Ach. Das Schloss Wolfurt, erbaut im Mittelalter, wurde bei einem verehrenden Brand im Jahre 1936 nahezu völlig zerstört, allerdings wieder rasch hergestellt (1939). 1945 wurde es Sitz der französischen Militärkommandatur. 

Heimat Wolfurt. In zeitaufwändiger und mühevoller Recherchen wurden von Direktor Siegfried Heim große Teile der Wolfurter Geschichte in 30 Ausgaben der "Heimat Wolfurt" der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht, die auch online faßbar ist. Für die schnelle Orientierung über die Wolfurter Geschichte empfiehlt sich besonders Heft 24. Eine Zeittafel im Heft 1. 


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[ #Feldkirch ] Feldkirch in der Bayernzeit (1805-1814)

Im Dezember 1805 kam Vorarlberg als Folge des Pressburger Friedens an das Königreich Bayern und erfuhr einen ungestümen Modernisierungsschub, wenngleich in der Vorarlberger historischen Literatur die Darstellung dieser bayerischen Epoche lange Zeit das Bild des Tyrannen, Despoten, Unterdrückers des freien Vorarlbergers vorherrschten. 

etwa mit der Jahrtausendwende wurde vermehrt versucht, diese Zeit differenzierter und sachlicher zu betrachten. Die nationalistische Propaganda war erst nach sehr langer Zeit in sich zusammen gefallen.

1806 bis 1814 gehörte Feldkirch mit Vorarlberg zum Königreich Bayern. Gewachsene Verwaltungsmechanismen wurden durch vereinheitlichte Behördenstrukturen ersetzt. Auch einschneidende und kleinliche behördliche Eingriffe in die kirchliche Organisation und das religiöse Brauchtum führten zur Verbitterung der Bevölkerung. Die allgemeinen Wehrpflicht führte dazu, dass zahlreiche Feldkircher auf Seiten der französischen Armee in Russland einmarschierten und ihre Heimat nicht wiedersahen. Das Feldkircher Gymnasium wurde völlig verändert.

In der Stadt Feldkirch lebten 1806, bei der Übernahme durch Bayern, in 234 Häusern 1.034 Personen, wovon 507 männlichen und 527 weiblichen Geschlechtes waren. Nicht hinzugezählt wurden Dienstboten und Gesellen. 1813 wurden diese "unteren, dienenden Klassen" dann statistisch erfasst. Neben den in diesem Jahr anwesenden 1.160 Feldkircher Bewohnern lebten noch 45 Knechte, 118 Mägde, 30 Gesellen, 190 Beisäße und 27 Bauern in Feldkirch, was eine Gesamtbevölkerung von 1.570 Personen macht.

Christoph Volaucnik nimmt in einem schriftlich und als PDF vorliegenden Vortrag  (Verba Volant Nr. 70: Volaucnik, Feldkirch in der Bayernzeit) eine Betrachtung der Bayernzeit in Feldkirch anhand der zur Verfügung stehenden Dokumente vor. In diese Zeit fallen zahlreiche Veränderungen, so auch die Gründung des Feldkircher Anzeigers. Manche überlebten die Bayernzeit, einerseits weil sie auch den Habsburgern gelegen kamen (etwa die Abschaffung der Landstände), manche wurden wohl als "revolutionäre Errungenschaften" gesehen und wieder beseitigt. Dass diese gerade die Reformen im Kirchen- und Bildungswesen betrafen, verwundert nicht.

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[ #Vorarlberg ] Brain-Drain oder Brain-Gain: Mobilität der Hochqualifizierten Vorarlbergs

Regionale und soziale Herkunft, Ausbildungsniveau, regionale und soziale Mobilität der Hochqualifizierten Vorarlbergs

[Free eBook/PDF] Die Tatsache, dass Vorarlberg neben der niedrigen Akademikerquote auch viele Universitätsabsolventen als "Wirtschaftsflüchtlinge" an die anderen österreichischen Bundesländer und ins Ausland verliert, ist bekannt. Das vorliegende "eBook" liefert dafür eine Reihe von Gründen und liefert auch für die aktuelle Schul- und Bildungsdiskussion einen reichhaltigen Fundus. Wenngleich die Untersuchungen schon Jahre zurück liegen, dürfen die Ergebnisse unter dem Motto "Im Westen nichts Neues" durchaus auf die heutigen Tage übertragen werden.

Glückliche Zusammenfassung. Zeitsparend und besonders lohnend erweist sich ein Schnellesedurchgang - beginnend mit der Zusammenfassung ab Seite 205 der 230seitigen Arbeit. Die Arbeit kann kostenfrei als PDF von der Website des Vorarlberger Landesarchivs heruntergeladen (siehe unten unter "Links") werden.

Horizontale und vertikale Mobilität. Frau Susanne Köstlin hat im Rahmen ihrer Dissertation die in Vorarlberg tätigen Führungskräfte und Hochqualifizierten hinsichtlich ihrer regionalen und sozialen Herkunft, ihrer Ausbildungs- und Berufskarriere sowie ihrer regionalen und sozialen Mobilität analysiert.

Die Dissertation ist im Überschneidungsbereich von Migrationsforschung, Karriereforschung und Erforschung sozialer Mobilität angesiedelt und umfasst Fragestellungen der Geographie, der Soziologie und der Arbeitsmarktforschung.

Regionale und soziale Mobilität. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Deskription von soziodemographischen Strukturen, Mobilitätsprozessen, Ausbildungs- und Karriereverläufen auf der Meso- und Makroebene einer raumbezogenen Karriereforschung. Die Verfasserin analysiert das Zusammenspiel von regionalen und vertikalen Prozessen sozialer Mobilität. Die empirische Basis der Untersuchung bildet eine Stichprobe von 863 Hochqualifizierten und Führungskräften, die zwischen Herbst 1992 und Frühjahr 1993 in Vorarlberg beschäftigt waren.

Behandelt werden Ausbildungswege und Bildungsabschlüsse, soziale Herkunft, Inter-Generationen-Mobilität, regionale Herkunft, regionale Mobilität im Lebenslauf, räumliche Mobilität im Kontext von Karrieremobilität im Berufsverlauf, Zeit- und Raumstrukturen der Berufsverläufe sowie Weiterbildungsaktivitäten.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Vorarlberg ] Bilder aus der Vorarlberger Arbeitswelt von 1880 bis 1938

Gerade in Vorarlberg definieren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts überdurchschnittlich viele Menschen sich selbst über ihre Arbeit. 

Arbeitsfleiß und der Wille zum beruflichen Fortkommen waren unabdingbare Voraussetzungen für das individuelle Überleben einerseits und für die Schaffung des heutigen Standards der Vorarlberger Wirtschaft andererseits. Darüber berichtet das als PDF herunterladbare Buch hier.

Im vorliegenden Fall soll die Annäherung an die Arbeitswelt anhand von 175 photographischen Einzelmotiven - entstanden zwischen ca. 1880 und 1938 - aus den Bereichen Haus- und Landwirtschaft, Handwerk, Dienstleistung, Industrie, Handel, öffentliche Verwaltung und Transportwesen erfolgen. Miteinander verbunden und erklärt werden die einzelnen Motive durch kurze textliche Anmerkungen. Auf diese Weise wird nicht nur ein Stück Alltagsgeschichte vermittelt, auch früheres arbeitstechnisches Wissen und Kenntnisse über Arbeitsgeräte mit den jeweiligen Bezeichnungen werden überliefert.

Malin-Gesellschaft.  Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit. Die PDF-Dateien haben gegenüber der gebundenen Ausgabe einen weiteren Vorteil: Sie sind mit der PDF-Suchfunktion nach wunschstellen und Suchworten durchsuchbar.

Verlagsinformation. Meinrad Pichler: Bei der Arbeit. Bilder aus der Vorarlberger Arbeitswelt von 1880 bis 1938. Bregenz, Eugen-Ruß-Verlag 1989, Text-Bild-Band, 127 Seiten, Ganzleinen, 175 Abb., ISBN 3-85258-011-0

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Einleitung
Hausarbeit - Hausindustrie
Landwirtschaft  
Handwerk - Gewerbe
Dienstleistung - Handel - Verwaltung
Industrie
Das Bauwesen
Verkehr - Transporte
Kinderarbeit
Bildquellennachweis
Literatur

Donnerstag, 23. März 2017

[ #Bregenzerwald ] Der Bregenzerwald - Historisch-kulturelle Schlaglichter

Historisch-kulturelle Schlaglichter von Univ.-Prof. Dr. Alois Niederstätter stehen als 24seitiges PDF online. Knapper und doch grunsätzlich kann die Geschichte und die Entwicklung dieser Talschaft, der Kultur- und Naturraum Bregenzerwald kaum beschrieben werden. 

Zusammenfassung: Die Bedeutung der Kulturregion Bregenzerwald. Der Bregenzerwald ist eine voralpin-alpine Übergangszone auf mehreren Höhenstufen, die geographisch als Einzugsgebiet der Bregenzerach definiert werden kann. Obwohl landschaftlich nach Norden hin geöffnet, kamen Besiedlung und prägende Einflüsse primär aus dem Westen, dem Rheintal.

Trotz der räumlichen Geschlossenheit entwickelte sich die Talschaft aufgrund der besonderen siedlungs-, herrschafts- und verwaltungsgeschichtlichen Gegebenheiten, aber auch wegen der unterschiedlichen landschaftlichen Voraussetzungen keineswegs einheitlich. Erschlossen als Bauernland, kennt die Geschichte des Bregenzerwaldes dennoch keine durch Jahrhunderte unveränderte, primär agrarisch dominierte Gesellschaft, sondern eine Reihe dynamischer, an zeittypischen Innovationen orientierter Anpassungsprozesse. Voraussetzung dafür waren beachtliche organisatorische Standards.

Die kulturhistorische Bedeutung der Talschaft resultiert zum einen aus den kleinräumigen Sonderentwicklungen, die sich im Siedlungsbild, in den Dialektlandschaften und den örtlichen Mentalitäten niederschlagen.

Zum anderen liegt sie im Exemplarischen:

  • Rodungsinseln weisen auf mittelalterliche Erschließungsvorgänge, Streusiedlungen des Vorderwaldes belegen die landschaftsbildende Kraft, die von den frühneuzeitlichen Vereinödungsprozessen ausging.
  • Dorfkerne – wie jener von Schwarzenberg – sind eindrucksvolle Zeugnisse des protobürgerlichen Gestaltungswillens ländlicher Honoratioren.
  • Intakte, in sich geschlossene Vorsäßanlagen und seit mehr als einem halben Jahrtausend bewirtschaftete Alpen mit ihrem historischen Gebäudebestand dokumentieren sie die traditionelle agrarische Mehrstufenwirtschaft, die die Kulturlandschaft des hinteren Bregenzerwalds entscheidend formte.
  • Aber auch außerbäuerliche Wirtschaftsaktivitäten blieben nicht ohne Einfluss, wie etwa die Siedlungsgefüge von Egg oder Bezau zeigen. 
  • Verschiedene Formen der Arbeitsmigration machten den Bregenzerwald zu einer – gemessen an bäuerlich-alpinen Standards – verhältnismäßig offenen Region, die im Geben wie im Nehmen mit einem weitläufigen Umfeld kommunizierte.
Insgesamt zeichnet sich die Kulturlandschaft Bregenzerwald durch einen äußerst hohen Grad an Intaktheit, an Authentizität aus.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Naturraum und Kulturräume – Abgrenzungen 3
Herrschaftsverhältnisse 4
Siedlungs- und Erschließungsvorgänge 9
Die Bevölkerungsentwicklung 14
Agrarisches Wirtschaften auf drei Höhenstufen 15
Ökonomische Diversifikation – Saisonwanderungen, Gewerbe und Protoindustrie  17
Verkehrslinien 20
Siedlungsbild und Bauformen 21
Zusammenfassung: Die Bedeutung der Kulturregion Bregenzerwald 23

Mittwoch, 22. März 2017

[ #Arlberg ] Technischer Bericht über das Projekt der Arlberg-Bahn (Bludenz-Landeck) aus dem Jahre 1872 online


Am 14. Juni 1880 beginnt man mit den Bauarbeiten an der Ostseite des Arlberg-Tunnels und am 22. Juni an der Westseite des Arlberg-Tunnels. 

Aber bereits 1872 schien alles fertig projektiert. Diesen Eindruck hinterlässt jedenfalls der als Retrodigitalisat im Internet vorliegende Technische Bericht des im Auftrag k.k.Handels-Ministers vorgelegte Bericht der Bau-Abteilung der österreichischen Eisenbahnen.


Am 20. September 1884 eröffnete Kaiser Franz Josef feierlich die Arlbergbahn. In nur vier Jahren Bauzeit war die faszinierende, von Julius Lott geplante Gebirgsstrecke mit dem mehr als 10 Kilometer langen Arlbergtunnel gebaut worden, welche Vorarlberg mit den restlichen Ländern der österreichisch-ungarischen Monarchie verband.

Bereits in den 1850er Jahren befasste man sich mit dem Bau einer Arlbergbahn. Doch die Pläne gelangen so schnell nicht. Besonders verdient machte sich dabei der liberale Feldkircher Textilindustrielle und Präsident der Handelskammer Feldkirch: Carl Ganahl.








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[ #Hohenems ] Flurnamen Hohenems

Mit einer aktualisierten digitalen Flurnamenkarte wartet das Online-Angebot von Hohenems auf. 

Der auf der Website der Stadt abrufbare Plan enthielt bereits bisher neben der "klassischen Kartenansicht" Luftbildaufnahmen, die Flächenwidmung wie auch den Katasterplan. Mit einer aktualisierten Flurnamenkarte wurde dann dieses Angebot noch ergänzt.

Vergangenheit und Zukunft. Der digitale Hohenemser Stadtplan gibt nun also auch Überblick über die Flurnamen und ist damt gleichzeitig ein Schritt Zukunft als auch der Erinnerung und Vergangenheit, also Geschichtsschreibung.

Basisdokument. Eine detaillierte Flurnamenkarte, die von Ing. Siegfried Fulterer erstellt und bereits 1983 veröffentlicht wurde, ist noch heute vielerorts in Verwendung. Für die neue Karte, die nun digital vorliegt und somit bis zu einer möglichen Veröffentlichung als Druckwerk laufend ergänzt werden kann, wurden etwa 120 neue Namen aufgenommen.

Die "Historische Runde" aus Hohenems hatte intensiv zu den teils Jahrhunderte alten, meist mündlich überlieferten und gerade in ihrer Schreibweise oft strittigen Flurnamen beraten. Auch Flurnamen, die aufgrund der aktuellen Forschungslage noch nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, wurden intern digital und mit Quellenangaben archiviert.

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